Fragen an Doreen

Weil es so viele immer wieder gerne wissen wollen, haben wir Doreen Jedersberger – der Herausgeberin der Website kinderinerfurt.de – einmal Löcher in den Bauch gefragt und ihre ehrlichen Antworten hier zusammengetragen.

Wie kam es zu kinder in erfurt?

Das war eine Idee, die mir an einem verregneten Sonntag kam. Meine Kinder stritten sich, alles ging drunter und drüber und der „Lagerkoller“ war bei allen zu spüren. Damals suchte ich nach Möglichkeiten den Sonntag ein wenig sonniger werden zu lassen, allen voran für die Kinder. Es gab zwar viele Angebote, aber ich musste auf zig Internetseiten suchen. Klar, jeder Anbieter hat seinen eigenen Internetauftritt. Da keimte in mir die Idee eine Internetseite zu schaffen, die alle Angebote auf einer Seite vereint. Damals war es nur ein kleiner Funke, aber der ließ mich nicht mehr los und kreiste seitdem unaufhörlich in meinem Kopf. Bis ich den Mut hatte, diese Idee Wirklichkeit werden zu lassen, vergingen zwei Jahre.

Warum engagierst Du Dich für kinder in erfurt?

Weil ich finde, dass es Erfurt wert ist und weil zu einer Kindermedienstadt eben mehr gehört als ein paar KiKa Figuren in der Altstadt. Es gib so viele Akteure, die Erfurt zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt machen, und das wollen wir zeigen.

Deine Lieblingsrubik auf der Website?

Hm, ziemlich schwer. Ich habe eigentlich keine Lieblingsrubrik. Mir gefallen alle, denn in jeder wird die Vielfältigkeit unserer Stadt gezeigt.

Bist Du eine Erfurter Puffbohne?

Nein, ich bin eine Gersche Fettgusche. Ich habe meine Kindheit und Jugend in Ostthüringen verbracht und bin vor 18 Jahren mit meiner Familie nach Erfurt gezogen.

Hast Du Kinder?

Ich habe zwei sehr willenstarke und kraftvolle Töchter. Sie sind genial, rauben mir bisweilen aber auch den letzten Nerv.

Weißt Du noch, welchen Spruch Du als Kind gehasst hast?

Meine Mutter sagte früher immer zu mir: „Mein liebes Fräulein.“ Ich habe es gehasst und mir geschworen diesen Satz niemals zu meinen eigenen Kindern zu sagen. Es ist mir nicht gelungen.

Warst Du ein glückliches Kind?

Oh ja, das war ich. Ich hatte eine wunderschöne Kindheit und Jugend. Ich denke oft daran zurück und viele Erlebnisse sind auch heute noch für mich greifbar. Ich liebe es, meinen Kindern von Damals zu erzählen.

Welchen Spruch hassen Deine Kinder an Dir?

„Schau mir in die Augen, dann weißt du, was ich denke“, sagt die Ältere. „Räum bitte den Geschirrspüler auf“, meint die Kleinere.

Wie beschreiben Dich Deine Kinder?

Fröhlich, loyal, eigentlich ausgeglichen – sagt die Eine. Liebevoll, manchmal ein bisschen energisch, hat immer ein offenes Ohr und ist die beste Mama der Welt – sagt die Andere.

Was wolltest Du als Kind werden?

Seiltänzerin, Kosmonautin (ich weiß, heute heißt es Astronautin), Hebamme – es war genau diese Reihenfolge.

Was bedeutet Erfurt für Dich?

Angekommen sein, Familie, Freunde, Vertrautheit.

Dein Lieblingskinderbuch?

„Die Reise nach Sundevit“ – von Benno Pludra

Was machst Du in Deiner Freizeit am liebsten?

Ich bin jemand der schwer ruhig sein kann. Ich bin getrieben von meiner eigenen Neugier und muss ständig Wissen sammeln, auch unnützes. Ich mag keinen Sport, liebe es, wenn es die Zeit erlaubt auch mal faul rumzuliegen. Ich lese viel, mühe mich mit Lust im Garten, koche gerne, mag es auf Entdeckungstour zu gehen, habe gerne Freunde um mich und bin eine leidenschaftliche Telefoniererin. Ich mag es vorzulesen, hör aber auch gern zu.

Welchen Wunsch hast Du?

Das ist schwer zu beantworten. Ich habe so viele Wünsche und wahrscheinlich ist das unverschämt. Aber meine Wünsche sind meine Triebfeder und ich finde, oft müssen sich Wünsche gar nicht erfüllen, sondern sollen Wünsche bleiben, denn so bleiben sie mir lange ein tiefes Bedürfnis.


Bildquellen

  • IMG_3130: Konstanze Wutschig